Augenwelten

Das menschliche Auge funktioniert im Prinzip wie eine Kamera. Die Bilder, die wir sehen, fallen als Lichtstrahlen durch die Hornhaut (Kornea) in das Auge ein. Dort werden die Strahlen ein erstes Mal gebrochen. Anschließend werden sie ein zweites Mal an der Linse im Augeninneren gebrochen, sodass sie schließlich im Idealfall direkt in der Fovea (dem Ort des schärfsten Sehens) auf der Netzhaut (Retina) im Augenhintergrund auftreffen und dort die Lichtrezeptoren anregen. Von dort werden die Reize an unser Gehirn weitergeleitet, das sie schließlich verarbeitet und wieder zu Bildern zusammensetzt. Da sich die natürliche Augenlinse verformen kann, variiert die Brechkraft des Auges, sodass sowohl Bilder in der Ferne als auch in der Nähe gleichermaßen scharf gesehen werden können (Akkommodation).


Normalsichtiges Auge
1. Hornhaut
2. Linse
3. Fovea (Ort des schärfsten Sehens)

„Schlechtes Sehen“ oder Sehfehler treten häufig dann auf, wenn Hornhaut oder Augapfel so geformt sind, dass die Lichtstrahlen nicht mehr direkt auf der Netzhaut gebündelt werden sondern davor, dahinter oder auch diffus über die Netzhaut verteilt auftreffen.

Auch durch altersbedingte Veränderungen Ihrer natürlichen Linse, wie Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) bzw. Grauer Star (Katarakt), kann Ihr Sehvermögen beeinträchtigt werden und zunehmend nachlassen.1,2